Bei meinem Rootserver wurde soeben auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Koblenz die Festplatte beschlagnahmt (im Rechenzentrum). Grund: (Achtung festhalten) Auf dem Server lief Tor. ... Der Server war kein Exit Node, d.h. nur Zwischenmittler zwischen anderen Tor-Proxies und Eingangsknoten. ... Beschlagnahmung nicht erfolgte, weil jemand gezielt ?ber meinen Server etwas Illegales gemacht hat, sondern einfach aus dem Grund, dass ?berhaupt ein Tor-Server lief.
Ich denke, die Ar... lassen selbst TOR laufen und ?berpr?fen so, wer ihre Nachbarknoten sind. Die k?nnen zwar nicht sehen, was die Nutzer ?bertragen, aber sie k?nnen feststellen dass diese Nutzer TOR benutzen und wer diese Nutzer sind. Sie vermuten wohl, dass TOR-Nutzer "Raubkopien" von irgendwas oder sonstwas am Rechner haben, nach dem Motto "wer nichts zu verbergen hat, surft nicht mit TOR, wer schon mit TOR surft, hat etwas zu verbergen". Vermutlich wird soetwas in Zukunft h?ufiger passieren. Wenn man TOR nutzt, muss man vermutlich die
Festplatten vollst?ndig verschl?sseln (inkl. OS) und Backups an einem anderen/sicheren Ort aufbewahren. Oder man benutzt TOR ?ber ein anonymes VPN oder Proxy:
PC -> Proxy -> TOR -> Internet
Ist technisch kein Problem.